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Das geht mir unter die Haut – meine Tattoos und ihre Bedeutungen

Mein Körper ist mein Tempel, und auf kahle Wände steh’ ich nicht. Also, warum nicht schön bemalen lassen? Spaß beiseite, ich finde Tattoos unglaublich schön und ästhetisch. Und ein Körper mit Tattoos, die die Geschichten dessen Besitzers erzählen, ist für mich ein Kunstwerk.

Schon vor fast sechs Jahren habe ich mir mein erstes stechen lassen, und seitdem bin ich (wie fast alle, die einmal mit diesem Körperkult begonnen haben) süchtig nach mehr Farbe unter meiner Haut.

Im Folgenden werde ich euch jetzt meine Tattoos vorstellen; chronologisch geordnet, mit den Bedeutungen und den dazugehörigen Tattoostudios. Am Ende dieser Vorstellung möchte ich euch Informationen zu den Schmerzen an den einzelnen Körperstellen, der richtigen Pflege der Wunden, den ungefähren Preisen, zur Wirkung auf andere und vor allem zu meiner Tattoostudio-Empfehlung liefern.

 

hija

Mit 18 Jahren (2012) habe ich mir mein erstes Tattoo stechen lassen, im Mai gleich nach meinem Geburtstag Ende Mai war es so weit. Alle meine Tattoos haben für mich eine sehr persönliche Bedeutung. Dieses im Nacken/am oberen Rücken stellt das spanische Wort “hija” dar, wobei es einerseits “Tochter” bedeutet und somit meine unendliche Liebe und Dankbarkeit zu meinen Eltern verkörpern soll. Und andererseits ist es zusätzlich ein Familientattoo in dem Sinn, dass es die Anfangsbuchstaben meines Papas, meiner Mama, und meines Bruders zeigt. Das “J” symbolisiert meine Jugend und Kindheit die ich wohl behütet bei ihnen verbracht habe.

Ich habe dieses Tattoo in Horn (NÖ) bei Stylez von einer Gasttattowiererin gestochen bekommen. Da es an einer Stelle gestochen ist, die grade im Sommer nicht unbedingt einlädt zum Einschmieren (bitte so nicht nachmachen!) und ich mich unbewusst öfters kratze am Rücken, sind nach all den Jahren leider schon einzelne Stellen ausgebleicht bzw. die Konturen nicht mehr scharf. Deshalb werde ich mir dieses Tattoo heuer im Zuge meines nächsten Termins nachstechen lassen.

 

promise

Mein zweites Tattoo habe ich mir Anfang Juni 2013 gemeinsam mit meiner besten Freundin Theresa rezlchen stechen lassen. Unsere Fußrücken zieren nun jeweils ein “promise” und ein Unendlichkeitszeichen. Dieses Tattoo haben wir uns am Fuß als Zeichen dafür stechen lassen, dass wir beide unsere Zukunft gemeinsam gehen werden. Dass wir uns VERSPRECHEN, immer füreinander da zu sein, auf uns Acht zu geben, und gute und schlechte Tage miteinander zu (durch-)leben. Dieses Versprechen ist auch dazu da, gerade in Zeiten, in denen wir uns vielleicht nicht oft sehen, oder wir uns zanken, uns daran zu erinnern, dass wir für immer beste Freundinnen bleiben werden. Es gibt immer Kritiker, die sagen: “Wie könnt ihr sowas machen, das ist naiv und blablaba”. Aber wir beide sind viel mehr als beste Freundinnen – und selbst dieses Glück der wahren Freundschaft ist schon so wertvoll – nein, wir sind Seelenverwandte, wir brauchen oft nicht einmal Worte, um uns zu verständigen. Wir ergänzen uns und sind eins. Zwei Teile, die gemeinsam unbesiegbar sind! Deshalb nein: ich werde auch dieses Tattoo nie bereuen.

Gestochen wurde es bei boristattoo auf der Mariahilfer Straße in Wien. Schön zart und genau wie Theresa und ich das haben wollten.

 

Strong walls shake but never collapse

Ihr wisst, ich bin eine Kämpferin, aber auch ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass nach Regen auch immer wieder die Sonne scheint. Dass nach schlechten Tagen auch immer wieder gute kommen. Dass starke Mauern zwar vor Erschütterungen beben können, dass man sie zum Wackeln bringen kann, aber dass sie NIEMALS einstürzen werden. Dieses Tattoo auf meiner linken Hüfte ist meine persönliche Erinnerung daran, wie stark ich bin, und dass ich mit der richtigen Einstellung mit jeder Situation fertig werden kann.

Gestochen wurde es im Mai 2014 beim Ersten Hollabrunner Tattooshop (NÖ) von Philipp (der leider nicht mehr dort ist, soweit ich weiß :(). Ihr seht ja selbst, wie genau es gestochen wurde – ich würde sagen, es ist bis jetzt das am schönsten und exaktesten gemachte.

 

amor sui

Amor sui ist der lateinische Ausdruck für Selbstliebe. Wenn ich euch immer wieder auf Instagram darauf aufmerksam mache, dass ihr euch selbst lieben sollt, dann meine ich das zu 100%. Liebe dich selbst. Liebe dich selbst. Liebe dich selbst. Ich liebe mich. Ich liebe mich. Ich liebe mich. Sagt es euch jeden Tag vor, erinnert euch beim Aufstehen und beim Schlafen gehen daran, so wie ich es tue.

Im August 2015 habe ich mir diese wertvollen Worte am oberen Rippenbogen unter meine Haut stechen lassen – schon zu dieser Zeit hatte ich irgendwie das Gefühl, dass sich mein Fitness/Ernährungs- “Wahn” (Essstörung hallo) in eine falsche Richtung entwickelt hatte. Ich war aber noch lange, lange nicht in der Lage mir das einzugestehen. Wollte nicht wahrhaben, dass ich tief in mir drinnen eigentlich doch nicht so richtig glücklich bin. Aus der heutigen Sicht hat dieses Tattoo erst viel später seine richtige, für mich so, so wichtige und prägende volle Bedeutung angenommen. Selbstliebe muss man lernen, es ist ein Prozess, der Monate, Jahre dauert. Und selbst dann wird es immer wieder Tage geben, an denen ich an mir selbst zweifle. Deshalb dieses Tattoo – es soll mir immer mein kleiner Unterstützer sein.

Die Schrift ist absichtlich eher unleserlich gewählt – es ist sehr persönlich, für mich, von mir – und beim ersten Betrachten muss nicht unbedingt gleich jeder wissen, was es bedeutet.

Auch dieses Tattoo habe ich im Ersten Hollabrunner Tattooshop von Philipp machen lassen. Wie schon das vorhergehende ist es eins A exakt gestochen. Absolut fein und zart, eben genauso wie ich es haben wollte.

 

Irisblüte

Im Mai 2017 habe ich mir mein erstes Motiv stechen lassen, das keine Worte beinhaltet. Aber manchmal bedarf es keiner Worte, um zu zeigen, wie sehr man jemanden liebt. Eine ganz spezielle Blüte ziert nun mit ein klein Wenig Dot-Work meinen rechten Unterschenkel. Dieses Tattoo ist meiner Mama gewidmet. Sie heißt Iris und liebt Blumen, eine Irisblüte schien mir daher perfekt. Meine Mama ist mein einziges Vorbild, meine Inspiration, neben Theresa meine beste Freundin. Ich kann mir keine bessere Mutter vorstellen, sie hat mich zu dem erzogen, was ich heute bin. Meine Werte, Lebenseinstellungen, Moralvorstellungen, all das habe ich auch ein gutes Stück ihr zu verdanken. Mit ihrer Liebe zu den Menschen, ihrer Hilfsbereitschaft und Sensibilität bereichert sie mein Leben, wie es nur wenige Menschen tun.

Für dieses Tattoo war ich ein weiteres Mal bei boristattoo in Wien.

 

Meine zwei nächsten Tattoos sind aktuell in Planung, und ich freu’ mich drauf! 🙂

 

Schmerzen

Da Schmerzempfinden oft sehr subjektiv ist, kann ich natürlich nur aus meiner Erfahrung sprechen, meiner Meinung nach war aber der Schmerz bei allen bisherigen Tattoos absolut auszuhalten. Trotzdem hier ein Ranking, begonnen beim schmerzhaftesten:

  1. Nacken/oberer Rücken – gerade an den Stellen, wo mit Tinte ausgefüllt wurde und in Richtung Wirbelsäule, wo kaum Körperfett vorhanden ist, wurde es schmerzhafter. Das Ausfüllen der Konturen ist allgemein immer unangenehmer als eine simple Linie, die gestochen wird.
  2. Unterschenkel – auch hier auf der Außenseite des Unterschenkels ist eher weniger Körperfett zu finden, und je weiter Richtung Knöchel gestochen wurde, umso unangenehmer wurde es. Auch hier gilt wieder: je mehr Fläche eng bestochen wird, umso schmerzhafter.
  3. Hüfte – diese Stelle hat am längsten gedauert, weil ein relativ breiter Bereich tättowiert wurde, was es unangenehmer macht und die Schrift ausgefüllt wurde. Zu Beginn vorne und hinten am Rücken war es jeweils schlimmer als direkt seitlich auf der Hüfte (wieder weil weniger Fett vorhanden)
  4. Rippenbogen – ich kann hier nur von meinem relativ kleinen Tattoo sprechen – zwei Worte, die fast nicht ausgefüllt werden mussten, weil sie so zart sein sollten. Als dementsprechend wenig schmerzhaft habe ich diese Stelle empfunden.
  5. Zum Schluss steht die Stelle am Fußrücken – auch Theresa hat sie als absolut kaum schmerzhaft empfunden, es hat eher gekitzelt als geschmerzt – überhaupt im Vergleich zu den anderen Tattoos.

 

Pflege

Nach dem Stechen wird das Tattoo in der Regel desinfiziert, nochmal mit einer dünnen Schicht Vaseline bestrichen und mit Frischhaltefolie bedeckt. Einerseits um natürlich das Tattoo vor Schmutz zu schützen, aber auch um eure Kleidung vor Blut oder anderem Wundsekret zu schützen (ich kann mich erinnern, gerade am Rücken hat mein Tattoo damals noch ordentlich “nachgeblutet”. Es ist außerdem ganz normal, dass mit dieser Flüssigkeit noch Tinte rauskommt, auch einige Tage später beim vorsichtigen Waschen.

Wichtig ist nun die richtige Pflege: Am Tag nach dem Stechen wird die Folie zum ersten Mal entfernt. Ihr wascht die Stelle zuerst nur mit lauwarmem Wasser. Danach schmiert ihr eine dünne Schicht Bepanthen auf die Wunde und deckt sie wieder mit Frischhaltefolie ab. Diesen Vorgang macht ihr ca. 3 Mal am Tag und ca. 5 Tage lang mindestens mit Folie. Danach könnt ihr die Folie weglassen, aber schmiert unbedingt noch mit Bepanthen weiter – eigentlich je länger umso besser, damit die Wunde schön heilen kann.
Achtet in den ersten Tagen auch darauf, dass ihr beim Duschen eine ph-neutrale Seife/Duschgel verwendet.
NICHT kratzen! – beim Heilungsprozess ist Juckreiz normal, aber nochmal: nicht kratzen, sonst kann es passieren, dass ihr euch Tinte wegkratzt.

 

Preise

Je nach Größe meiner Tattoos bewegten sich die Preise zwischen 120 und 250 Euro. Viele Studios berechnen auch einen “Mindestpreis”, der den generellen Vorbereitungs- und Arbeitsaufwand abdeckt. Dieser liegt meistens bei ca. 50-70 Euro.

 

Wirkung auf andere

Seid euch bewusst, dass ihr Tattoos für immer auf eurem Körper tragen werdet. Bitte überlegt euch wirklich gut, ob und welches Motiv ihr euch stechen lasst! Keine Modetrends, die zwar kurzzeitig schön sein können, aber euch auf Dauer nicht glücklich machen werden, weil ihr keine tiefsinnige Bedeutung für sie habt.

Seid euch aber vor allem auch bewusst, dass ihr in der Gesellschaft eine gewisse Wirkung auf andere Menschen habt – und erst recht, wenn ihr tattowiert seid. Je nach Körperstelle werdet ihr auf eure Tattoos höchstwahrscheinlich angesprochen. Die Leute wollen wissen, was da steht, was das heißt, sie sprechen nicht-deutsche Wörter falsch aus, sie sagen dir ob sie dein Tattoo cool finden, oder manchmal halt auch, wie kacke sie es nicht finden. Lasst euch davon aber bitte nicht verunsichern, es ist EUER Körper, ihr macht ihn zu eurem Tempel, ihr entscheidet, wie ihr die Wände gestalten wollt. Bunt, Schwarz, oder manche eben ohne Farbe – aber jeder hat das Recht so zu malen, wie er eben möchte! Aber gerade deshalb solltet ihr euch nur seriösen Tattoostudios anvertrauen, die euch gut beraten, eine tolle Vorlage zeichnen können, die die Hygienerichtlinien und -Vorschriften einhalten, die Deutsch sprechen und sicher verstehen, was ihr von ihnen wollt, und die nicht nur auf eurer Geld aus sind.

 

Empfehlung Tattoostudio

Meine absolute Empfehlung ist der Erste Hollabrunner Tattooshop. Alle nehmen sich Zeit für das jeweilige Anliegen, das Wunsch-Motiv wird genau besprochen, und die Vorlagen werden genau vorgezeichnet. Man fühlt sich sehr gut aufgehoben, die Arbeiten sind absolut top und genau gestochen, die Preise sind angemessen und fair, und auch nach dem eigentlichen Termin steht Support und Hilfe per FB zur Verfügung. Die Atmosphäre im Studio ist freundschaftlich und genau deshalb werde ich mir meine zukünftigen Tattoos auch wieder hier stechen lassen! 🙂

 

Lasst mir gerne Feedback als Kommentar hier oder auf Instagram unter ms.molinera da! Eure Sophie 🙂

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