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Liebhaberin des Lebens. I trust in vibes – energy doesn't lie.

Not broken – just a limited edition.

Man sagt immer, “Alles, was mir in der Vergangenheit passiert ist, hat mich zu dem Mensch gemacht, der ich heute bin”. Ja, stimmt. Jedes Ereignis, jede Herausforderung, jedes Hochgefühl, jeder Verlust und jede Angst hat mich geprägt. Und ja, auch stärker gemacht. In vielen Bereichen meines Lebens hat mich all das wachsen lassen, mich zu der Person gemacht, die heute Prinzipien, Werte und genaue Vorstellungen von ihrem Leben hat.

Doch der Schein trügt manchmal. Die Gedanken, die ich hier kaum schreiben kann, die mir noch schwerer in einem persönlichen Gespräch mit den Menschen, die die “Wahrheit” über mich und meine Geschichte verdient hätten, über die Lippen gehen – sie tun so unglaublich weh.

Ja, die Sophie, die ich heute bin, ist von ihrer Vergangenheit geprägt. Und während ich hier versuche, die richtigen Worte zu finden, frage ich mich immer noch, ob es eine gute Idee ist, mich in den kommenden Zeilen wirklich so angreifbar zu machen und verletzlich zu zeigen.

Und ich tu es trotzdem. Weil ich zeigen will, dass Gefühle menschlich sind. Weil sich mit diesem Beitrag vielleicht manche identifizieren und weniger allein fühlen können. Weil Schreiben hilft, wie ein Ventil ist, das endlich all das Unausgesprochene und die Gefühle freilässt. Weil ich gewissen Menschen erklären will, warum ich manchmal so bin, wie ich bin.

Denn meine Vergangenheit hat mich nicht nur stark gemacht – sie hat mich misstrauisch gemacht, sie hat mir gezeigt, dass Menschen nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind, sie hat mich nicht nur einmal an meinem Wert als Mensch und Frau zweifeln lassen. Sie hat mir immer wieder das Gefühl gegeben, nicht gut genug zu sein, nicht respektiert und nicht geliebt zu werden.

Not broken, just a limited edition. Jedes Mal wieder hab ich die Stücke meines Herzens zusammengepflückt und es wieder zusammengesetzt. Vielleicht ist es nicht gebrochen, vielleicht nur ein Kunstwerk, dass aus ganz besonders vielen Mosaikteilchen besteht.

Und trotzdem: jedes Mosaikteilchen erinnert mich schmerzlich daran, wie oft ich schon enttäuscht worden bin, von Menschen, für die ich in diesem Moment aufrichtig empfunden hatte. Und diese Erinnerung lässt sich nun mal nicht so leicht auslöschen. Sie ist allgegenwärtig und nimmt mir die Unbeschwertheit, die ich gerne fühlen würde. Jeder Mensch, den ich neu kennen- und schätzen lerne, hat es in gewisser Weise schwer mit mir. Als gebranntes Kind überträgst du deine Verlustangst, deine Angst nicht gut genug zu sein, es nicht wert der Zeit eines Menschen, einer Erklärung, einer Entschuldigung, der Liebe eines Menschen zu sein.

Das meine ich, wenn ich sage: Ich will dir erklären, warum ich so bin, wie ich bin. Warum ich mich so verhalte, wie ich es tue. Manches Mal habe ich das Gefühl, ich zerstöre selbst alles, bevor es überhaupt richtig angefangen hat. Vielleicht, weil ich versuche den Schaden so gering wie möglich zu halten. Je früher etwas in die Brüche geht, umso weniger Schmerz wird verursacht. Umso weniger Gefühle habe ich dieses Mal investiert.
Kennst du das? Wenn du lieber kurz den Stich spürst; dieses “War doch klar, dass es genau so wieder ablaufen wird!”; anstatt in einer Art Ungewissheit zu stecken, in der du dir die wildsten Gedanken machst?! In der nichts sicher scheint, deine vergangenen Trigger dich einholen, und du einfach nur raus aus diesem Chaos in deinem Kopf willst?!

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich mich meinem Schicksal so einfach hingeben würde. Ich arbeite an mir, ich reflektiere all diese Gefühle und Gedanken und ich versuche, einzusehen, dass ich mir nur selbst im Weg stehe und mir die Chance auf das große Glück selbst nehme, wenn ich mich immer wieder von alten Gefühlen leiten lasse.

Eine neue Person in meinem Leben hat es nicht verdient, mit Situationen und Menschen aus der Vergangenheit verglichen zu werden. Ich will keine alten Verhaltensweisen auf sie übertragen, die zerstören würden, was gut und noch besser werden kann.
Ich will vertrauen und nach vorne sehen, weil ich weiß, dass ich es verdient habe, glücklich zu sein.

 

Dieser Beitrag zeigt mein Innerstes nach Außen, vielleicht hilft er doch dem einen oder der anderen, indem er das Gefühl gibt, verstanden und nicht allein zu sein. {Deshalb würde ich mich dieses Mal umso mehr freuen, wenn ihr mir Feedback auf Instagram dalasst – egal, ob per Privatnachricht, Kommentar, Story-Antwort, etc.}

Denkt immer daran: Not broken, just bent – nichts, was man nicht wieder gradebiegen kann, wenn man nur möchte! xoxo, Phie

 

 

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